Hallo liebe Mitglieder und Gäste von Werners Whisky Welt,

beim letzten Mal haben wir uns bei Werner getroffen. Diesmal war die Gruppe noch kleiner als beim Mal zuvor, aber das hat dem Tasting nicht wirklich geschadet und Weihnachtsgeschenke gab es auch noch. Die Stimmung war gut und ebenso für kulinarische Leckereien war gut gesorgt. Nun aber zum ersten, offenen Teil des Tastings: Kann die Octave Serie durchgehend überzeugen?

Zunächst durfte der Invergordon Octave 13 Jahre 2011/2025 uns überzeugen. In der Nase war er zunächst fruchtig (Zitrusnote und Aprikose) und frisch. Dazu gesellte sich Ingwer, Holz, Karamelle und ein Duft von Brot. Allerdings hat er gleich ein wenig auf der Zunge gebissen (Ingwer / Pfeffer Schärfe). Ebenfalls war er bitter, schmeckte nach Holz (Eiche) , malzig und ein klein wenig nach Johannisbeere. We ein Teilnehmer so treffend sagte, ein wenig eindimensional. Dies spiegelt sich auch in einer befriedigenden der Note wider.

Danach nahmen wir uns den Octave Brakla 2011 vor. Dieser roch gleich süß (Honigkuchen) und vanillig. Auch konnten wir Malz, etwas dunkles wie Sherry feststellen, aber auch Mandeln, Butter und Fudge. Der Geschmack stimmt eher mit dem Geruch über ein, so dass wir auch hier etwas süßes, dunkles, Mandeln und Fudge schmeckten. Wir konnten ebenfalls Holznoten, Karamell und Butter wahrnehmen. Der Geschmack war sehr intensiv und komplex oder wie ein Teilnehmer schrieb ein Whisky zum Kauen. Dies gefiel den Teilnehmern und so vergeben sie alle ein Gut mit Tendenz zum sehr gut.

Als dritten Octve versuchten wir uns am Craigellachie Octave 13 Jahre 2008/2022. Der Geruch war ein wenig schwer zu bestimmen. Übereinstimmend empfanden wir ihn ein wenig beißend in der Nase (Pfeffer). Er roch ein wenig nach Stahl, Holz, Malz, Zitrone, Vanille und Gewürznelken. Auch im Geschmack war der Whisky dann scharf, holzig, adstringierend, metallisch und schwefelig. Zudem war er auch ein wenig herb und bitter. Die Benotung schwankte zwischen gut und befriedigend mit Tendenz zu befriedigend.

Nun wendeten wir uns dem Culdrain Octave Whisky.de exklusiv 11 Jahre 2011/2022 zu. Wir konnten süße (Honig) und fruchtige (Rosinen und Kirschlikör) Gerüche wahrnehmen. Ebenso rochen wir Malz, Brot, Vanille und Sherry. Auf der Zunge war er ein wenig scharf und würzig. War aber ebenso komplex und intensiv. Dazu gesellt sich Bitterkeit, Herbheit und Trockenheit. Dies alles überzeugte die Teilnehmer wenig sodass die Note zwischen befriedigend und ausreichend schwankte.

Als vorletzten Vertreter der Octave Reihe verkosteten wir den Drumblade Whisky.de exklusiv Octave 13 Jahre 2008/2021. Sofort stieg uns eine süße Note in die Nase gefolgt von Früchten (Apfel). Aber auch Vanille, Malz und braunen Kandis konnten die Teilnehmer riechen. Im Geschmack viel sofort die alkoholische Schärfe auf. Zudem war dieser Whisky auch adstringierend. Später konnte man auch süße, fruchtige Noten festen. Diese Abfüllung konnte eher gefallen und es gab Noten zwischen gut und befriedigend.

Ein rauchiger Vertreter zum Abschluss durfte nicht fehlen: Caol Ila Octave 'Whisky.de exklusiv' 15 Jahre 2008/2023. Wenig überraschend roch dieser Islay Whisky nach Rauch. Wobei der Rauch als phenolisch – medizinisch, Lagerfeuer und Südtiroler Schinkenspeck beschrieben wurde. Zudem roch dieser Octave auch nach Leder, dunkler Schokolade und Kaffee. Auch im Geschmack konnte der Rauch deutlich wahrgenommen werden. Von den Rauch Fans wird dieser Rauch als wild und angenehm beschrieben. Ebenso konnte ein wenig Salz, dunkle Schokolade und Cremigkeit festgestellt werden. Rauch-Fans kamen voll auf ihre Kosten und so gaben sie ein sehr gut während die nicht Rauch begeisterten immerhin noch ein befriedigend vergaben.

Initiator dieses Mottos war Clemens, der auf einer Whisky Messe einen so gute Abfüllung aus der Octave Reihe probiert und dann auch gekauft hat, dass er sich gefragt hat, ob alle Abfüllungen der Octave Serie so überzeugend sind (bei Signatory wurden wir ja auch nicht enttäuscht). Ich muss zugeben, genauso ist es mir auch ergangen, allerdings mit einer anderen Abfüllung. Auf die Frage ob uns alle der hier vertretenen Flaschen restlos überzeugen konnten, kann man eher mit einem nein beantworten, auch wenn die Noten überzeugend aussehen. Dass soll nicht heißen, dass die Abfüllungen schlecht waren, aber sie haben halt den Geschmack der Gruppenteilnehmer nur teilweise getroffen. Dies könnte an der Tagesform oder der Zusammensetzung der Gruppe gelegen haben. Mal sehen, ob wir beim nächsten Mal im Blind-Tasting zu einer anderen Überzeugung gelangen.

Slàinte mhath

Euer Whisky Werner